Schnee, Eis, Kälte und Wassertemperaturen unter der magischen 5°C-Marke machen nicht nur uns Angler träge sondern auch die Raubfische. Gerade jetzt sollte man aber seinen inneren Schweinehund überwinden und hinter dem Ofen hervorkriechen, denn im Winter ist oft ein dicke anglerische Überraschung drin.
Träge Winterräuber wollen allerdings besonders "verführt" werden. Im Gegensatz zum Herbst, wo die Fische fast den ganzen Tag aktiv auf Nahrungssuche sind, haben wir es jetzt oft nur mit ganz kurzen Aktivitätsphasen zu tun, die manchmal nur eine Stunde oder sogar nur eine halbe Stunde andauert. Den Rest des Tages liegen die Räuber faul am Grund und schnappen nur vermeintlicher Beute, wenn diese Ihnen schön dicht und verführerisch langsam am Maul vorbeigeführt wird.
Meine Lieblinge für kalte Wintertage und fette Hechte sind:
Zalt 19cm
Die sinkende Version ist ein echter Geheimtipp in Wassertiefen bis zu 3,5m. Einwerfen, absinken lassen und im Zeitlupentempo einkurbeln. Ab und zu ein paar Spinnstopps, aber keine Aktion über die Rute auf den Köder ausüben. Der Zalt flankt verführerisch langsam von rechts nach links. Wird er von einem Hecht verfolgt, kommt der ersehnte Anbiss in den meisten Fällen in der nächsten Ruhephase. Diese darf ruhig mit bis 3 Sekunden etwas länger ausfallen.
Die schwebende Version eignet sich hervorragend für Wassertiefen um 2 - 2,5m oder über Kraut.
Zam 16cm
Ähnlich dem großen Zalt kommen hier die sinkende und die schwebende Version in Wassertiefen von 2 bis 3,5m zum Einsatz. Der Führungsstil gestaltet sich ähnlich dem des Zalt. Einwerfen und langsam einkurbeln, aber vor dem Spinnstopp den Köder mit einer Rutenbewegung von ca. 50-100cm behutsam beschleunigen. Da kann kein Verfolger widerstehen.
Als Geheimtipp unbedingt mal den Zam-Z oder den Zam-Z Tail ausprobieren. Das Köderspiel wirkt zwar auf uns Angler äußerst befremdlich, aber die Hechte werden es zu dieser Jahreszeit lieben!
Petri Heil
Robert Balkow
www.bodden-angeln.de
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